{"id":1703,"date":"2022-10-11T16:23:17","date_gmt":"2022-10-11T14:23:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/?p=1703"},"modified":"2023-04-26T09:04:41","modified_gmt":"2023-04-26T07:04:41","slug":"neues-im-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/neues-im-oktober\/","title":{"rendered":"Neues im Oktober 2022 | Gutachterkosten"},"content":{"rendered":"<h2>Gutachterkosten<\/h2>\n<p>Das AG K\u00f6ln sagt:<br \/>\nUnter Ber\u00fccksichtigung der regionalen Kfz-Sachverst\u00e4ndigendichte in st\u00e4dtischen Gebieten kann ein Gesch\u00e4digter in der Regel innerhalb einer Entfernung von 25 km einen fachkundigen Sachverst\u00e4ndigen seines Vertrauens finden. H\u00e4lt sich die einfache Fahrtstrecke in diesem Rahmen, muss der Versicherer die Fahrtkosten erstatten (AG K\u00f6ln, Urteil vom 27.08.2022, Az. 271 C 65\/22, Abruf-Nr. 231103, eingesandt von Rechtsanwalt Dr. Ralph Burkard, BRE, Meckenheim).<\/p>\n<p>Genauso entscheidet das AG Tettnang. Eine einfache Entfernung von 22 km mit Fahrkosten f\u00fcr insgesamt 44 km sprenge nicht den Rahmen. Die Beauftragung eines Sachverst\u00e4ndigen in dieser Entfernung widerspreche nicht der Schadenminderungspflicht des Gesch\u00e4digten (AG Tettnang, Urteil vom 25.08.2022, Az. 8 C 164\/22, Abruf-Nr. 231356, eingesandt von Rechtsanwalt J\u00fcrgen Hohl, Langenargen).<\/p>\n<p>\u2198 <a href=\"https:\/\/www.iww.de\/ue\/sachverstaendigenhonorar\/556-keine-kleinlichkeit-bei-der-fahrtstrecke-des-gutachter-h-d108295\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">WEITERF\u00dcHRENDER HINWEIS<\/a><\/p>\n<h2>Eigener Gutachter, obwohl Versicherer einen schickt<\/h2>\n<p><strong>AG Berlin-mitte st\u00fctzt Grundsatz der Waffengleichheit<\/strong><\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4digte ist grunds\u00e4tzlich berechtigt, einen qualifizierten Gutachter seiner Wahl mit der Erstellung des Schadensgutachtens zu beauftragen. Dies gilt selbst dann, wenn der Sch\u00e4diger bereits einen eigenen Sachverst\u00e4ndigen beauftragt hatte, so das AG Berlin-Mitte. |<br \/>\nLiegt \u2013 wie im Urteilsfall \u2013 zum Zeitpunkt der Einholung eines Gutachtens durch den Gesch\u00e4digten bereits ein Gutachten des Sch\u00e4digers vor, darf der Gesch\u00e4digte aufgrund des Grundsatzes der Waffengleichheit die Einholung eines eigenen Gutachtens f\u00fcr erforderlich halten; und zwar selbst dann, wenn keine Zweifel an der Objektivit\u00e4t oder Richtigkeit des Erstgutachtens bestehen. Grund daf\u00fcr ist die Schutzw\u00fcrdigkeit des Gesch\u00e4digten nach einem konkreten Schadensfall. Um sich vor einem hypothetischen Szenario sch\u00fctzen zu k\u00f6nnen, in dem der Haftpflichtversicherer des Sch\u00e4digers von der Werkstatt in Rechnung gestellte Instandsetzungskosten als nicht unfallbedingt oder \u00fcberh\u00f6ht zu bezahlen ablehnt, muss der Gesch\u00e4digte die M\u00f6glichkeit haben, diese Kosten substantiiert und beweiskr\u00e4ftig gerichtlich einzuklagen (AG Berlin Mitte, Urteil vom 02.09.2022, Az. 104 C 40\/22 V, Abruf-Nr. 231373, eingesandt von Rechtsanwalt Umut Schleyer, Berlin).<br \/>\nWichtig | Das ist richtig so. Denn die Waffengleichheit ist ja doppelt gest\u00f6rt, wenn der Versicherer nicht nur seine eigenen Techniker hat, sondern dazu noch einen externen Sachverst\u00e4ndigen einschaltet. Das einzige Risiko: Wenn der Gesch\u00e4digte der Entsendung des Gutachters durch den Versicherer ausdr\u00fccklich zugestimmt hat (\u201eDanke! Top-Service \u2026\u201c), darf er wohl nur dann zus\u00e4tzlich zum eigenen Gutachter greifen, wenn das Gutachten des Versicherers ein\u00e4ugig blind erstellt wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>AG Berlin-mitte st\u00fctzt Grundsatz der Waffengleichheit.<\/strong><br \/>\nDer Gesch\u00e4digte ist grunds\u00e4tzlich berechtigt, einen qualifizierten Gutachter seiner Wahl mit der Erstellung des Schadensgutachtens zu beauftragen. 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