{"id":2024,"date":"2026-05-09T12:19:02","date_gmt":"2026-05-09T10:19:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/?p=2024"},"modified":"2026-05-09T15:40:19","modified_gmt":"2026-05-09T13:40:19","slug":"bgh-urteil-zu-totalschaden-update-im-mai-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/bgh-urteil-zu-totalschaden-update-im-mai-2026\/","title":{"rendered":"BGH-Urteil zu Totalsch\u00e4den &#8211; Update im Mai 2026"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"Ueberschrift-gross\">BGH: Der Einfluss eines zweiten Totalschadens auf einen kurz zuvor erlittenen Totalschaden am selben Fahrzeug<\/h2>\n<p class=\"Grundtext\">Da f\u00fcr die fiktive Abrechnung eines Sachschadens das weitere Schicksal der besch\u00e4digten Sache keine Rolle spielt, ist es f\u00fcr den Schadenersatzanspruch des Gesch\u00e4digten unerheblich, ob die Sache sp\u00e4ter erneut besch\u00e4digt wird. Das ist der Leitsatz der BGH-Entscheidung zur Abrechnung zweier sich kurz hintereinander ohne zwischenzeitliche Instandsetzung ereignenden rechnerischen Totalsch\u00e4den, wobei das Fahrzeug nach dem ersten noch nutzbar war.<\/p>\n<p class=\"Grundtext\">Beim ersten Schaden sagt das Gutachten: WBW 2.900 Euro, Restwert 685 Euro. Beim sich kurz danach ereignenden \u2013 klar abgrenzbaren \u2013 Schaden sagt das Gutachten: WBW 2.100 Euro, Restwert 200 Euro. Der zweite Versicherer reguliert schneller. Es flie\u00dfen die 1.900 Euro von dort, die 200 Euro kommen vom Restwertk\u00e4ufer. Nun meint der erste Versicherer, bezogen auf den ersten Schaden habe der Gesch\u00e4digte das Fahrzeug f\u00fcr im Ergebnis 2.100 Euro verwertet. Ein solcher \u00dcbererl\u00f6s, der ohne \u00fcberobligatorische Anstrengungen erzielt werde, sei anzurechnen. W\u00fcrde man das nicht so anrechnen, sei der Gesch\u00e4digte bereichert. Denn dann erl\u00f6se er 4.315 Euro f\u00fcr ein Fahrzeug mit einem WBW von nur 2.900 Euro. Dem stehe das Bereicherungsverbot entgegen. Falsch, sagt der BGH: Jeder Schaden sei gesondert zu betrachten. Und wenn beim zweiten Schaden der WBW zu hoch bemessen worden w\u00e4re, dann sei die Bereicherung dort entstanden, nicht aber beim vom ersten Versicherer zu regulierenden Schaden. Das aber habe der zweite Versicherer nicht eingewandt (<a class=\"externtrue\" href=\"https:\/\/www.iww.de\/ue\/quellenmaterial\/id\/253578\">BGH, Urteil vom 31.03.2026, Az. VI ZR 100\/25,<\/a>\u00a0Abruf-Nr.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.iww.de\/ue\/quellenmaterial\/abrufnummer\/253578\">253578<\/a>).<\/p>\n<p class=\"Grundtext\"><b>Wichtig \u2014<\/b>\u00a0Auch unter Ber\u00fccksichtigung der Tatsache, dass der Restwert ein H\u00e4ndlereinkaufspreis ist und der WBW ein Verkaufspreis, ist die Differenz hier schon bemerkenswert. Dazu musste der BGH sich jedoch nicht \u00e4u\u00dfern, weil er die Sch\u00e4den eben einzeln betrachtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #999999;\">Quelle: https:\/\/www.iww.de\/ue\/schadenregulierung\/restwertwiederbeschaffungswert-bgh-der-einfluss-eines-zweiten-totalschadens-auf-einen-kurz-zuvor-erlittenen-totalschaden-am-selben-fahrzeug-f173521<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da f\u00fcr die fiktive Abrechnung eines Sachschadens das weitere Schicksal der besch\u00e4digten Sache keine Rolle spielt, ist es f\u00fcr den Schadenersatzanspruch des Gesch\u00e4digten unerheblich, ob die Sache sp\u00e4ter erneut besch\u00e4digt wird. Das ist der Leitsatz der BGH-Entscheidung zur Abrechnung zweier sich kurz hintereinander ohne zwischenzeitliche Instandsetzung ereignenden rechnerischen Totalsch\u00e4den, wobei das Fahrzeug nach dem ersten noch nutzbar war.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2029,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":{"0":"post-2024","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-news"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2024","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2024"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2024\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2032,"href":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2024\/revisions\/2032"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2024"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2024"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gutachten-apt.de\/service\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2024"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}